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Giardien |
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Giardien sind
einzellige Darmparasiten,
die bei verschiedenen Säugetieren und beim Menschen vorkommen
und
schleimige bis blutige Durchfälle hervorrufen können.
Je nach
Umgebungsbedingungen (Kälte und Feuchtigkeit) sind sie
über
Wochen oder Monate überlebensfähig und die
Ansteckungsquelle
für die Giardiose. Die Giardiose ist eine
Krankheit,
für deren Auftreten mehrere begünstigende
Begleitumstände erforderlich ein müssen
(Faktorenkrankheiten). Unter anderem fördert eine
kohlenhydratreiche Ernährung die Erkrankung. Die
Präpatenzzeit beträgt beim Hund 5 � 16 Tage. Die
Zystenausscheidung erfolgt intermittierend über 4 � 5 Wochen.
Der
Parasit schädigt das Wirtstier durch
Darmoberflächenabrasion
(Entfernung des Körpergewebes), Störung der
Enzymtätigkeit und Nahrungsresorption (Maldigestion). Von
einer
Begünstigung bakterieller Sekundärinfektionen muss
ausgegangen werden. Die Giardiose
verläuft in vielen
Fällen ohne Symptome. Die Erkrankung kann aber vorwiegend bei
Jungtieren und geschwächten Hunden zu monatelang anhaltenden
oder
immer wieder kehrenden Durchfällen führen.
Gelegentlich tritt
Erbrechen auf. Die Krankheit spricht (verständlicherweise) auf
die
üblichen Medikamente nicht an. Die Kotbeschaffenheit variiert
von
wässrig mit Schleim-, evtl. Blutbeimengungen bis hell
pastös
infolge Fettausscheidung (Steatorrhoe). Sekundär zur
Malabsorption
treten entzündliche Krankheitsbilder des Dickdarms auf. Auf
Grund
der chronischen Dünndarmschädigung magern die Tiere
stark ab
und zeigen trockenes, struppiges Fell. Selten sind Juckreiz und
Hautallergien zu beobachten. Besonders schlimm trifft es Jungtiere, die
sich über die Muttermilch infizieren (erwachsene Hunde
können
Dauerausscheider sein, ohne selbst zu erkranken). Die Erkrankung tritt
in diesen Fällen erst nach dem Absetzen auf. Der Appetit ist
meist
erhalten. Die Krankheit heilt nach kürzerer oder
längerer
Zeit (mitunter Jahre!) spontan durch eine sich bildende
zelluläre
Immunität. Bei der
üblichen Kotuntersuchung
werden Giardia- Zysten nur im Ausnahmefall diagnostiziert. Auf jeden
Fall sind geeignete Flotationsmethoden, eventuell auch
Färbemethoden anzuwenden. Ausnahmsweise gelingt es auch
Giardia-Trophozoiten mikroskopisch in Kotausstrichen darzustellen. Zum
Nachweis von Antigen steht ein ELISA-Test (Antigen-Capture-ELISA) zur
Verfügung. Als Mittel der Wahl
gilt Fenbendazol. Die
Richtdosis beträgt für alle Altersstufen 50 mg/kg
Körpergewicht. Die Behandlung soll gewichtsabhängig
an drei
aufeinanderfolgenden Tagen erfolgen. Welpen sollen im Alter von 2
Wochen, 5 Wochen und vor dem Verlassen des Züchters behandelt
werden. Regelmäßige Wurmkuren über drei Tage mit Wirkstoff Fenbendazol (vorzugsweise PANACUR)! Bei starkem Befall auch über 5 Tage! |